Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteilsausgleich

Der Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile (Access and Benefit Sharing - ABS) ist eines der drei grundlegenden Ziele des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt der Vereinten Nationen (Convention on Biological Diversity - CBD). Um diese Verpflichtungen zu konkretisieren, wurde  ein völkerrechtlich bindender Vertrag, das Protokoll von Nagoya (The Nagoya Protocol on Access and Benefit-sharing) verabschiedet.

 

Die Vertragsstaaten sind dabei grundsätzlich verpflichtet, einen Zugang (Access) zu genetischen Ressourcen durch andere Vertragsparteien zu gewähren. Außerdem sind sie befugt, den Zugang zu ihren genetischen Ressourcen von ihrer Zustimmung abhängig zu machen und für die Nutzung dieser Ressourcen eine ausgewogene und gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus ihrer Nutzung ergeben (Benefit Sharing), einzufordern.

Die Umsetzung des Nagoya Protokolls auf europäischer Ebene ist durch die EU-Verordnung 511/2014 geregelt. Nagoya-Protokoll und EU-Verordnung traten mit 12. Oktober 2014 in Kraft. 

News



03.06.2019

Veröffentlichung der Rechtsvorschrift

zur Durchführung von Verpflichtungen aus dem Protokoll von Nagoya sowie der Verordnung (EU) Nr. 511/2014.

22.10.2018

Österreich ist seit 18. Oktober 2018 Vertragspartei des Nagoya-Protokolls

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ist zuständige nationale Behörde.

22.10.2018

3. Treffen der Vertragsparteien des Nagoya-Protokolls über Zugang und Vorteilsausgleich (COPMOP3) findet von 17. bis 29. November 2018 in Sharm El Sheikh, Ägypten

Gleichzeitig findet in Sharm El Sheikh auch das 14. Treffen der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP14) statt.

16.08.2018

Österreich hat das Nagoya-Protokoll am 20. Juli 2018 ratifiziert

Österreich ist somit der 108. Vertragsstaat, der das Nagoya-Protokoll ratifiziert hat. Nationale Behörde ist das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT).